Tiktokerin Larush: KESB-Meldung führt zu Konfrontation vor ihrer Tür

2026-03-27

Zürcher Tiktokerin Larush (22) musste erfahren, dass ihre Anonymität als Kinderschutz-Meldung bei der KESB nicht gewahrt wurde. Der Vater des Kindes, das sie beobachtet hatte, konfrontierte sie persönlich an ihrer Haustür. Larush erklärt: "Ich dachte, man sei geschützt – aber nein."

Die schockierende Konfrontation

Larush, angehende Lehrperson, hatte in ihrem privaten Umfeld ein Kind beobachtet, das von einer erwachsenen Person geschlagen wurde. Sie informierte zunächst die Polizei, die ihr empfahl, eine Meldung bei der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) einzureichen. Kurz darauf folgte der Schock: Der Vater des Kindes stand plötzlich vor ihrer Tür und verlangte eine Erklärung.

  • Der Vater hatte Larushs Namen von der KESB erfahren.
  • Larush war schockiert, da sie Anonymität erwartet hatte.
  • KESB-Meldungen sind nicht anonym. Betroffene haben ein Recht auf Akteneinsicht.

"Woher weiß er, dass ich das war?"

Mit einem Zettel in der Hand, auf dem ihr ausgeschriebener Name stand, klingelte er an ihrer Tür. "Wieso hast du eine Anzeige gegen mich gemacht?", wollte der Mann wissen. Er sei zuvor bei der KESB gewesen und habe dort ihren Namen erfahren, erzählte Larush. Sie war schockiert: "Woher weiß er, dass ich das war? Wieso steht er vor meiner Tür?" Bei der Meldung habe sie angekreuzt, dass die Familie nichts von der Meldung wisse. Dass ihr Name weitergegeben werden könnte, sei ihr nicht bewusst gewesen. - afhow

"Ich dachte, man ist geschützt – aber nein.", sagte Larush. Sie musste sich 20 Minuten lang rechtfertigen, weshalb sie eine KESB-Meldung gemacht habe. Sie habe ihm jedoch klar gemacht: "Ich schaue nicht zu, wenn ein Kind vor mir geschlagen wird." Und sie habe betont, dass sie die Meldung nicht gegen ihn eingereicht habe.

Recht auf Akteneinsicht

Gleichzeitig habe sie seine Reaktion teilweise nachvollziehen können. "Er wollte wissen, weshalb ich nicht zuerst das Gespräch gesucht habe. Das verstehe ich. Aber zu meinem eigenen Schutz wollte ich nicht bei ihnen klingeln.", sagte Larush.

Grundsätzlich habe sie Verständnis dafür, dass Betroffene Einsicht in die Akten erhalten. "Ich hätte mir aber gewünscht, dass ich darüber informiert worden wäre, dass meine Daten weitergegeben werden.", sagte Larush. Stattdessen hätte sie sich gewünscht, dass die KESB zuerst auf sie zukommt – "und nicht, dass plötzlich die Familie vor meiner Tür steht".

Auf Nachfrage bei der KESB wurde ihr mitgeteilt, dass betroffene Personen ein Recht auf Akteneinsicht haben. "Hätte ich das gewusst, wäre es nicht so ein Schock gewesen, als plötzlich der Vater vor meiner Tür stand", sagt Larush. Trotz der Erfahrung würde sie in einer ähnlichen Situation wieder handeln.