Nach nur vier Kriegswochen stehen US-Raketenvorräte im Iran-Krieg unter massivem Druck. Insider im Pentagon warnen vor einem drohenden "Winchester-Effekt" und drohenden Lieferengpässen, während offizielle Sprecher die Lage als kontrolliert darstellen.
Kritische Vorratssituation im Pentagon
In den ersten vier Wochen des Konflikts haben die USA laut "Washington Post" bereits mehr als 850 Tomahawk-Raketen abgefeuert. Militärexperten und Insider im Pentagon beschreiben die verbleibenden Bestände als "alarmierend niedrig". Ein weiterer Gesprächspartner warnt vor einem "Winchester" – einem militärischen Ausdruck für eine Munitionsknappheit, die die strategische Flexibilität einschränkt.
- Verbrauchsrate: 20 bis 30 Prozent der Bestände in nur einem Monat.
- Produktionskapazität: Bis zu 600 Raketen pro Jahr unter optimalen Bedingungen.
- Reichweite: Über 1.000 Kilometer für Angriffe aus großer Distanz.
Technische Details und Kosten
Tomahawk-Raketen gelten als zentrales Werkzeug der US-Navy für Angriffe aus großer Entfernung. Sie erreichen Reichweiten von über 1.000 Kilometern und navigieren mithilfe von GPS, Trägheitsystemen und Geländedaten. Laut dem Technikportal "Interesting Engineering" werden sie häufig zu Beginn von Konflikten eingesetzt, um "die Verteidigung eines Landes weichzuklopfen", ohne Piloten in gefährlichen Luftraum schicken zu müssen. - afhow
Doch die Präzisionswaffen sind teuer und schwer zu ersetzen. Moderne Varianten kosten laut "Washington Post" bis zu 3,6 Millionen US-Dollar pro Stück und benötigen bis zu zwei Jahre Produktionszeit. Selbst unter optimalen Bedingungen kann die Industrie nur rund 600 Raketen pro Jahr herstellen, heißt es unter Berufung auf den Thinktank Foundation for Defense of Democracies.
Offizielle Darstellung versus Realität
Vor Beginn der Militäroperation gegen den Iran – bezeichnet als "Operation Epic Fury" – sollen die USA laut Berichten über etwa 4.000 bis 4.500 Tomahawks verfügt haben. Damit wären in nur einem Monat bereits 20 bis 30 Prozent der Bestände verbraucht worden.
Der Militärexperte Mark Cancian schätzt laut "Washington Post" sogar, dass die Navy möglicherweise nur rund 3.100 Raketen hatte. In diesem Fall wäre bereits etwa ein Viertel des Arsenals aufgebraucht. "Es würde mehrere Jahre dauern, das wieder aufzufüllen", warnt Cancian.
Offiziell gibt sich die US-Regierung dennoch gelassen. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, erklärte laut "Interesting Engineering", die USA hätten "mehr als genug Munition, Munition und Waffenbestände, um die Ziele von 'Operation Epic Fury' zu erreichen – und darüber hinaus". Auch Verteidigungsminister Pete Hegseth betont laut "Washington Post", es gebe "keinen Mangel an Munition".
Hinter den Kulissen scheint die Lage jedoch angespannter zu sein. Laut "Washington Post" kam es bereits zu Krisentreffen im Weißen Haus mit Rüstungskonzernen wie Raytheon, dem Hersteller der Tomahawk-Raketen.